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Höhlen am Baikalsee

Ein bisher unter Ausländern eher unbekanntes und doch eigentlich sehr weites Feld sind die unterirdischen Schätze dieser Region. Hier gibt es einige Dutzende (vielleicht Hunderte?) Höhlen, die teils in sehr unzugänglichen und großen logistischen Aufwand fordernden Gegenden zu finden sind. Teils aber können sie auch durch den "normalen" Wanderer entdeckt und besucht werden.

Neben schwierigen (dafür sehr interessanten) Systemen wie die Polytechnische Höhle im Pribaikalsker Nationalpark oder die Ikoninskaja am Kitoi gibt es viele leicht begehbare, oft kleinere Höhlen. Hier sind zum einen die relativ leicht (ein bis zwei Tagesmärsche) erreichbaren Höhlen und Grotten am Westufer des Baikal zu nennen, die in der Gegend um Bolschoi Kodilnij liegen (Tschasovnja (die Kapelle), Mochovaja (die Moosige), sowie zahlreiche weitere). Etwas schwieriger zu erreichen sind die Höhlen bei Buchta Aja, von denen einige sehr schön, teils mit Eiszapfen phantastisch ausgeschmückt sind. Beide Gegenden sind auch landschaftlich sehr reizvoll.

Wer den wunderschönen Kitoi bewandern möchte, findet etwa 70km von Angarsk am Nordufer eine riesige Einsturzdoline (Kosi Dvor), die sich zum Tal hin öffnet und bis in den Spätsommer sehr schöne Eisstalagmiten präsentiert. Auch an der Ostseite des Sajan finden sich diverse Höhlensysteme. Es sei aber angemerkt, dass hierfür erheblich mehr Aufwand betrieben werden muss, sie zu besuchen. Von Befahrungen durch Anfänger ohne fachmännische Begleitung sei ausdrücklich abgeraten. Die Systeme liegen weit ab vom Schuss, sind oft nur mit Speleotechniken zu erkunden und teils nicht kartiert.

Wer Interesse an größeren Unternehmungen (Kartierexpeditionen, Befahrungen, Fotoexpeditionen etc.) hat, sollte sich an den Baikalplan e.V. aus Dresden wenden. Er kann dann Kontakt zu Irkutsker Speleologen vermitteln. Dies ist auf jeden Fall anzuraten, da sowohl das Auffinden, als auch der Besuch selbst nur mit sehr erfahrenen Höhlenforschern erfolgen sollte.

Motto: Nimm nichts mit, lass nichts zurück, zerstöre nichts und schlag nichts tot!

Ein wichtiger Punkt ist in diesem Zusammenhang auch der Schutz der Höhlen. Dass Stalagmiten oder andere Sinter weder abgebrochen noch entnommen werden, sollte (ist es aber leider nicht!!!!) selbstverständlich sein. Dies trifft genauso auf das häufig praktizierte Beschriften von Wänden ("Ich war hier. 1923") zu.

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