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Olchon - interessante Orte

Olchon hat eine Vielzahl herrlicher Buchten und mystischer Plätze, schroffe Felsen ragen in die rauhe See. Im Süden und Norden wird Olchon geprägt von der Taggeran Steppe, entlang den Steilufern der Ostküste ist Fichten bzw. Lärchenwald vorherrschend. Es ist schwer zu sagen, welche Orte man gesehen haben muss und welche weniger beeindruckend sind. Es kommt immer auf die persönlichen Interessen an. Auf Olchon kann man sich fast wie in Florida in der Sonne wälzen und baden gehen, man kann aber auch von Kap zu Kap wandern oder den über 1200 m hohen Berg Zhima erklimmen.

Salgi Bucht

Die Bucht Ist bekannt als der sonnigste Platz der Gegend. Teilweise scheint die Sonne hier für mehr als 2000 Stunden pro Jahr. Dementsprechend beliebt ist der Ort aber auch in den Sommermonaten.

Kobylia Golowa Kap

Das Kap heißt auch "Horse Cape" oder "Khorin Irgi" da es an einen Pferdekopf erinnert, welches gerade Wasser aus dem Baikal trinkt. Wenn man im Sommer mit der Fähre von Sachjurta nach Olchon übersetzt, kommt man direkt daran vorbei. Der Name "Kobylia Golowa" geht auf den Namen eines kleinen Flusses am gegenüberliegenden Ufer des Maloi Morie (Kleines Meer) zurück. Einer Legende nach hielten sich an dem Kap Soldaten von Tschingis Khan auf. Keine Legende ist allerdings, dass hier der gefährlichste Wind am Baikalsee "Sarma" sein alljährliches Unwesen treibt.

Khaday Gebirge

Die Berge markieren den höchsten Punkt zwischen der Fähranlagestelle und Chuzir und ist für Burjaten bzw. Schamanen ein heiliger Ort, an dem sie Weisheit erhalten.

Khargoy Kap

Der Platz gehört zu den schönsten von ganz Olchon. Hier übt die baumlose Landschaft der Steppe ihren besonderen Reiz aus. Wunderschöne Impressionen bieten der Blick zum Festland bzw. der kleinen Insel Ogoy. Früher lebten hier die Kurykan. Teilweise findet man auch noch alte Wälle der Kurykan, wobei jedoch nicht geklärt ist, ob diese als Schutzwälle oder als heilige Stätten dienten.

Bucht Chankhoi

Durch das Kap Elgai und das Kap Chungai sowie eine natürliche Sandbank vom Baikal getrennt, ist die Bucht, vor allem im Sommer, der beliebteste Zeltplatz auf ganz Olchon. Die geschützte Bucht erwärmt sich im Sommer auf bis zu 20° Celsius. Einen kleinen Wermutstropfen gibt es trotzdem, die Bucht liegt mitten im Steppengebiet, d.h. es ist weit und breit kein Brennholz zu finden.

Schamanen- oder Burchanfelsen

Wohl das bekannteste und meist besuchte Naturdenkmal der ganzen Insel. Der Felsen liegt unweit von Chuzir und gilt als einer der heiligsten Orte Asiens. Die Burjaten glauben, das der wichtigste oder größte Gott, Tengrii hier seinen Sitz hat. Aus diesem Grunde ist es streng verboten den Felsen zu besteigen. Früher wurden selbst die Hufe von Pferden gepolstert, um die Ruhe des Gottes nicht zu stören. Ganz so streng sind die Riten heute nicht mehr, jedoch soll man keine negativen Dinge denken oder sich "schlecht" verhalten. Leider verhalten sich nicht alle Besucher daran, in der Umgebung herumliegende Wodka- und Bierflaschen zeugen nicht unbedingt von einem respektvollen Umgang.

Saraysky Strand

Zwischen dem Schamanenfelsen und dem Ort Harantzi erstreckt sich ein schöner Sandstrand. Im Sommer ist der Platz zum baden und faul in der Sonne herumliegen beliebt. Und während man da so liegt, hat man bei klarem Wetter einen herrlichen Blick auf die Berge am anderen Ufer des Maloi Morie.

Sandbucht

Nicht zu verwechseln mit der berühmteren Sandbucht nördlich von Bloschoi Kotui, gleichwohl nicht weniger reizvoll und vor allem ruhiger. Die Bucht ist nicht sehr groß, jedoch wandern auch hier die Dünen, so dass einige Bäume wie auf Stelzen zu wachsen scheinen. Kurz nach dem zweiten Weltkrieg wurde hier eine Straflager eingerichtet. Die Gefangenen arbeiteten in einer kleinen Fischfabrik, von der allerdings nur die Reste einiger Hütten die Zeit überdauert haben. Im Wald befindet sich noch ein kleiner Friedhof, aber auch dieser ist nicht unbedingt spektakulär. Unweit der Sandbucht, kurz hinter dem Nurgansky Kap befand sich eine kleine Siedlung, die heute leider ebenfalls fast komplett verfallen ist. Wenn man etwas Zeit hat, kann man aber den dort noch lebenden Fischer besuchen und manchmal nimmt er auch Leute zum fischen mit. Im Sommer wachsen hier auch eine Vielzahl von Kräutern (z.b. wilder Thymian) und Blumen, im Winter sieht man hier manchmal die als (Geologenbanja) bezeichnete Hilfssauna. Hierzu werden einfach einige Steine erwärmt. Über die Steine baut man ein kleines Holzgerüst und wirft eine Plastikplane darüber. Für viele Fischer am Baikal ist dies die einzige Form sich im Winter zu waschen.

Sagan Khuschun Kap

Auch Weißes Kap oder Drei Brüder genannt. Das Kap besteht aus drei einzelnen Felsformationen und ist aus Marmor, daher auch der Name. Vor allem im Winter bietet das Kap vom Eis aus einen herrlichen Anblick und so mancher hat schon gedacht, es ist die Nordspitze von Olchon. Valentin Rasputin fand den Ort so beeindruckend das er ihm einige Gedanken widmete: "Ich würde diesen Platz als Grab für Thschingis Khan wählen. Ich glaube arme Seelen finden hier Halt, kranke Menschen Gesundheit und Menschen mit zu viel Selbstvertrauen - Demut."

Kap Choboy

Das Kap markiert die nördlichste Spitze der Insel Olchon und ragt wie ein "Stoßzahn" in den Baikal. Es ist aber vor allem für seinen Echoeffekt bekannt, der durch eine riesige Steinplatte hervorgerufen wird. Von der Wasserseite aus, sieht das Relief des Kaps wie das Profil einer Frau aus. Von oben eröffnet sich bei schönem Wetter ein fantastischer Blick auf die Bergketten am anderen Ufer des Maloe Morie sowie auf Svetui Nos bzw. die Uskani Inseln. Mit etwas Glück kann man hier auch die seltenen Baikalrobben sehen.

Schara Nuri See

Ist der einzige See auf der Insel und im Sommer angenehm warm und somit ein beliebter Ort zum Baden. Der Name bedeutet "Salzsee". Dem Schlamm des Sees wird eine heilende Wirkung nachgesagt.

Taschkineital

Das Tal hat sich tief in die Steilküste am Ostufer der Insel eingeschnitten. Der kleine Bach ist umgeben von großen Felsen und bietet einen perfekten Lebensraum für eine Vielzahl seltener Pflanzen und Tiere.

Schima

Mit 1274 m ist der Schima der mit Abstand höchste Berg der Insel und dazu auch einer der heiligsten Plätze. Einer Sage nach lebt hier der Herrscher Olchons. Noch heute ist es Frauen verboten oder zumindest außerordentlich unerwünscht, den Gipfel zu besteigen. Wirklich spektakulär ist der Gipfelaufstieg auch nicht, da der Berg komplett bewaldet ist und die erhoffte grandiose Aussicht somit von Bäumen verdeckt wird. Gleichwohl kann man hier noch Überreste alter Buddhistischer Häuser (Mankhos) finden.

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