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Souvenirs

Natürlich hat jeder so seine eigenen Vorstellungen, was "typisch russisch" oder eben "sibirisch" ist. Außerdem hängt die Wahl der Mitbringsel immer sehr vom Käufer und den eventuell zu Beglückenden ab und ist demzufolge sehr subjektiv. Da können wir nur empfehlen, die Augen offen zu halten und auf den Märkten stöbern zu gehen. Auch finden sich in den kleinen Dörfern immer wieder kunsthandwerkliche Sachen, die aber selten groß angepriesen werden, sondern darauf warten, z.B. im Fenster eines Hauses entdeckt zu werden. Wer schon jetzt neugierig ist, was ihn da eigentlich erwartet, findet hier die Hitliste der Dinge, die in fast jedem Rucksack unserer Heimkehrer zu finden sind - und im Allgemeinen von den Daheimgebliebenen schon sehnsüchtig erwartet werden. Vielleich ja auch, weil es sich - warum auch immer - hauptsächlich um Ess- und Trinkbares handelt...

Wodka

Meist das, was einem als erstes einfällt und womit auch Unbedarfte sofort Sibirien verbinden. Aber selbst für Eingeweihte sind die vielen verschiedenen regionalen Sorten immer wieder etwas Neues. Uns wurde bisher bei jedem Besuch eine neue Marke als das geschmackliche Nonplusultra genannt und wir wurden nie enttäuscht. Es lohnt sich wirklich eine Auswahl verschiedener und unbedingt regionaler Sorten zu probieren. Dabei machen sich die 0,25l Flaschen sehr praktisch - klein, unkaputtbar und die Ausfuhrgrenze von einem Liter läßt sich optimal ausnutzen. Die gibt es allerdings nicht überall und man muss auf 0,33l und 0,5l Flaschen zurückgreifen. Auch Familienpackungen von 2,5l wurden schon gesichtet, aber von uns nicht ausgeführt. Übrigends hat bisher noch kein Zöllner die Anzahl der Flaschen in unseren Rucksäcken gezählt..

Honig

Unser erster Geheimtipp! Ungepanscht und direkt vom Imker und bei den Frauen in der Markthalle kann man alle Sorten durchprobieren. Die hellen Sorten sind meist vom Steinklee (sehr aromatisch, blumig), die dunklen vom Buchweizen (sehr kräftig, herb). Die großen Litergläser sind optimal für den Eigengebrauch, die kleinen zum Verschenken. Man sollte sie jedoch sehr sorgfältig verpacken, uns ist bisher noch jedes Glas ausgelaufen!! Denn meist sind die Deckel nur aus Plastik oder passen nicht richtig. Unsere erprobte Verfahrenweise: in eine Plastiktüte wickeln, dann Zeitung oder ein altes Kleidungsstück drumherum, was polstert und ausgelaufenen Honig aufsaugt und dann nochmal eine dichte Plastetüte. Und dann tief im großen Rucksack vergraben, nicht im Handgepäck transportieren, wo es viel mehr Stöße abbekommt. Flüssiger Honig läuft übrigends noch schneller aus, als cremiger, aber dafür kann ihn im Fall des Glasbruches zuhause durch ein feines Sieb laufen lassen, um die Splitter zu entfernen und am Ende doch noch geniessen. Wie man's macht.....

Warenje

Die Marmelade, die in Russland selten aufs Brot kommt, sondern zum Süßen in den Tee verwendet oder zu Blini gereicht wird. Sie ist etwas flüssiger und süßer als bei uns, da sie jedoch meist selbstgemacht ist, eine göttliche Versuchung - vorallem aus Walderdbeeren oder wilden Zwergäpfeln! Leider gibt es sie nur selten in der Markthalle und man muß die kleinen Stände der Babuschkas aufmerksam absuchen. Für den Transport siehe Honiggläser - Warenje im ganzen Rucksack verteilt ist eher sehr klebrig als göttlich.....

Tee, Kräuter & Gewürze

Die vielen verschiedenen Würzmischungen für Fleisch und Fisch oder Borschtsch kann man nur durchprobieren. Es gibt sie getrocknet in kleinen Papiertütchen und zusammen mit den entsprechenden Döschen aus geschnitzter Birkenrinde (siehe unten) sind sie ein schönes Geschenk. Auch die verschiedenen selbstgesammelten Kräutertees lohnen sich (z.B. tschapress - Wilder Thymian). Von schwarzen Tees würden wir jedoch abraten, das sind meist nur Billig-Importe aus Indien oder China und nichts Besonderes. Der echte russische Tee kam vor Jahren noch aus Grusinien, ist aber seit Tschernobyl nicht mehr auf dem Markt zu finden.

Sachan Daila

Geheimtipp Nr.2! Ein kleines unscheinbares Rhododendrongewächs, das in den Steppen und Hochebenen gesammelt wird. Angeblich gut gegen die verschiedensten Krankheiten von Husten bis Impotenz, aber vorallem wunderbar aromatisch im schwarzen Tee. Einfach zwei/drei Blättchen pro Kanne mit aufbrühen, am besten machen sich dafür sich milde Sorten wie z.B. Darjeeling oder auch Ceylontees. Vom purem Aufguß können wir nur abraten, da es sehr aufputschend wirkt. Gibt es getrocknet in kleinen Tütchen zu kaufen, z.B. in der Markthalle.

Nüsse und Trockenfrüchte

Wer den sibirischen Winter überleben will, braucht unbedingt Kalorien. Und dazu gehören neben Speck und in Öl eingelegten Sprotten auch ohne Ende Nüsse, Pinienkerne und Trockenfrüchte. Dementsprechend reichhaltig ist die Auswahl an den Verkaufsständen. Und wie kann man besser russisch geduldiges Lebensgefühl vermitteln, als beim Pinienkerne knabbern.

Räucherfisch

Die Räucherfischstände in der Irkutsker Markthalle sind für uns auch jedes Mal eine Pilgerstation. Nicht unbedingt ein preiswertes Vergnügen, aber dafür sehr lecker. Besonders der nur im Baikalsee vorkommende Omul lohnt sich zu probieren, aber auch jede andere Sorte, die einem die freundlichen Verkäuferinnen zum Kosten über die Theke reichen. Sicher kein Mitbringsel für die heißen Sommermonate, aber sobald es draussen relativ kühl und der Heimweg nicht zu lang ist, immer wieder gern gesehen. Nicht empfehlen können wir getrockneten Omul, der angeblich eingeschweißt wurde. Da treffen die russische Verfahrensweise und deutsches Hygienebedürfnis schmerzhaft aufeinander.

Kaviar

Auch so eine Sache, die viele mit Russland verbinden - nunja, wer's mag. Auf jeden Fall ist er in Sibirien entschieden billiger als bei uns oder in Moskau zu haben, aber trotzdem sollte man, wenn man einen guten will, nicht auf die preiswerten Büchsen zurückgreifen. Die enthalten zum Großteil Matsch und lohnen sich auf keinen Fall. Es gibt ihn auch frisch in Plasteschälchen, was aber für den Transport nicht zu empfehlen ist.

Schnitzereien aus Birkenrinde

Als typische, zudem sehr praktische und nicht kitschige Holzarbeiten der Region sollte man sich die aus Birkenrinde gefertigten Aufbewahrungsbehälter verschiedenster Größen (für Zucker, Tee, Gewürze, aber auch Schmuck u. ä.) näher ansehen. Wenn nicht vom Hersteller direkt gekauft, kann man sie z.B. gleich neben dem Lenindenkmal in Irkutsk kurz vor dem Ablug oder der TransSib-Rückreise noch erwischen.

CDs und Kassetten

Jede Saison hat in Russland ihren eigenen Diskohit. Das ist woanders sicher auch so, aber wenn man an jedem Kiosk mit dem selben Lied beschallt wird, gehört die entsprechende Kassette am Ende des Urlaubs auf jeden Fall zu den denkwürdigen Erinnerungen. Auch kann man unter den russischen Gruppen so manch gute Musik entdecken und ein Stöbern oder Nachfragen lohnt sich auf jeden Fall. Vor ein paar Jahren waren es noch hauptsächlich Raubkopien, die am Kiosk verkauft wurden, aber das hat inzwischen abgenommen und ist professioneller geworden.

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